Modern Western Square Dance

Vieles lief noch nebeneinander her. Die Gruppen, die sich dem Country Dance bzw. dem Square Dance widmeten, arbeiteten getrennt voneinander. Jede Region hatte ihre eigenen Tänze und speziellen Gebräuche. In den 60er Jahren begann nun eine Gruppe von Callern, Material zu sammeln und es zu standardisieren. Anfang der 70er Jahre entstanden so die ersten Programme.

Dies hatte zur Folge, daß jeder Tänzer, der ein bestimmtes Programm beherrschte, überall dort mittanzen konnte, wo dieses Program getanzt wurde. Auch die Caller konnten sich viel einfacher austauschen und neue Figuren ins Spiel bringen. Ständig werden neue Tanzschritte entwickelt und weltweit „erprobt“.

In einer großen Sammlung sind weit über 5000 Square Dance Figuren dokumentiert, etwa 400 davon sind in rund 10 Programmen zusammengefaßt, die weltweit getanzt werden. Die Adressenliste der internationalen Square Dance-Clubs ist ein Buch im DIN A 4-Format, zwei Zentimeter dick und enthält über 10.000 Anschriften.

Der Square Dance kam nach dem Ende des 2. Weltkrieges mit den US-Streitkräften nach Deutschland. 1949 gründete Paul Hartman in Bremen den ersten europäischen Square Dance Club. Zunächst nur für die US-Army gedacht, infizierte der Square Dance-Virus schon bald ganz Deutschland.

Auch die Nachbarstaaten blieben nicht verschont: in der Schweiz, in Östereich, in den Benelux-Staaten und auch schon in der Tschechischen Republik sind Clubs ansässig. Auch in England und in Schweden gibt es eine sehr aktive Szene. Wie begeistert Menschen vom Square Dance sein können, zeigt Schweden sehr gut: die ersten Clubs gab es dort etwa 1982. Heute zählen wir fast 100 Gruppen, und es werden immer mehr.

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